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2.250 Euro Spende für Support International

Übergabe der Spenden - Lebkuchen-Aktion 2016. Foto: privat
Für einen Kindergarten und eine Klinik für Flüchtlinge in Erbil/Irak konnten Bäckermeister Martin Schneller, Julia Schwarzer von Fairwandel, Rebecca Böhm von der Chocolatique und Gabi Hössl (2., 3., 4. und 5. V. lks.) von der Weltbrücke 2.250 Euro an Martin und Maria Groos von der Hilfsorganisation Support International e.V. überreichen (lks. und re. im Bild).
Flüchtlingskinder und Klinikpersonal vor Weihnachten 2016 im Arzneimittelraum der St Joseph's Clinic in Erbil. Foto: Groos
Flüchtlingskinder und Klinikpersonal vor Weihnachten 2016 im Arzneimittelraum der St Joseph's Clinic in Erbil. Foto: Groos

Der faire Eichstätter Lebkuchen war wieder ein gefragtes Adventsprodukt – 2.100 Lebkuchen wurden verkauf

Es ist ein Rekordergebnis: die stolze Summe von 2.250 Euro erbrachte der Verkauf des bio-fair-regionalen Lebkuchens zu Gunsten des Vereins Support International, den eine Gruppe von Eichstätter Geschäftsleuten in Zusammenarbeit mit der „Weltbrücke“ bereits zum dritten Mal in der Vorweihnachtszeit initiiert hatte. Die erfreulich große Spende konnte nun an die beiden Eichstätter Vertreter des Vereins Support International, Martin und Maria Groos, für ihre engagierte Arbeit zu Gunsten eines Kindergartens sowie einer Klinik für Flüchtlinge in Erbil im Irak übergeben werden.

Dass die „2.000er-Marke“ beim diesjährigen Fairlebkuchenverkauf überschritten würde, damit hatten die Initiatoren nicht gerechnet. Umso größer war die Freude der sechs Eichstätter Akteure – der „Weltbrücke“, Mema-Keramik, Chocolatique, Fairwandel, Augenoptik Haugg und der Bäckerei Schneller, die sich bereits Anfang November für eine Wiederauflage des bewährten und qualitativ hochwertigen Eichstätter Lebkuchens aus fair-bio-regionaler Erzeugung entschieden. Bäckermeister Martin Schneller war sofort wieder bereit, das beliebte Gebäck anzubieten, das mit seinen ausgesuchten bio-fairen und regionalen Zutaten von den Eichstättern sehr gut angenommen worden war und in rasantem Tempo Absatz fand. „Wir konnten uns wieder über viele Kunden freuen, die den fairen Lebkuchen als kleine Beigabe oder zum eigenen Genuss kauften, aber es gab dieses Jahr auch viele Großabnehmer“, resümierten die Initiatoren des Lebkuchenprojekts. „Großabnehmer“ – das war zum einen die Stadtverwaltung selbst, die als ausgezeichnete „Fairtrade-Stadt“ das faire Gebäck bei verschiedenen Gelegenheiten verschenkte. Aber auch das Bürgerbüro von Eva Gottstein (FW) und Tanja Schorer-Dremel (CSU), die Kliniken Eichstätt und Kösching, die Universität sowie verschiedene von Martin und Maria Groos besuchte Pfarrgemeinden griffen in großer Zahl auf die Lebkuchen zurück und ließen die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen.

Zuvor hatten sich die sechs Akteure, von denen mehrheitlich aktive Mitglieder in der „Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Eichstätt“ sind, auf einen Spendenanteil von einem Euro pro verkauftem Lebkuchen für die Flüchtlingshilfe von Support International e.V. verständigt. Martin und Maria Groos zeigten sich hocherfreut über den hohen Spendenbetrag: „Das Geld wird für zwei Projekte im Irak eingesetzt, in denen Flüchtlinge ein neues Zuhause im eigenen Land finden können – für den Kindergarten Casa del Bambino Gesú sowie die Saint Joseph´s Charity Clinic in Erbil.“ Beide Projekte kennt das Ehepaar Groos von einem Besuch im Irak. Im 2015 eröffneten Kindergarten können derzeit rund 150 Kinder, in der Mehrzahl Christen, aber auch Jesiden, spielen und lernen; sie kommen aus Familien, die durch den Islamischen Staat (IS) vertrieben wurden und ein neues Zuhause aufzubauen versuchen. Die St. Joseph´s Clinic entstand unterdessen aus der Eigeninitiative vertriebener Menschen, die dort selbst für ein Taschengeld als Ärzte und Apotheker tätig sind und für eine ärztliche Versorgung kranker Menschen sorgen: „Insgesamt sind in der Klinik 2.700 chronisch Kranke registriert, von denen täglich 260 in die Klinik kommen und lebenswichtige Arzneien erhalten. Dazu kommen täglich 100 bis 150 akut Erkrankter“, berichtete das Ehepaar Groos. Jede Spende sei für diese wertvolle Arbeit für und von Flüchtlingen dringend nötig.

Weltbrücke für fairen Handel e.V.

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