Shipibo-Keramik

Töpferwaren

Die Shipibos leben im Urwald im Nordosten von Peru; sie gelten als das Volk der Künstler unter den Ureinwohnern, den Indígenas. Sie töpfern, malen, weben, sticken und schnitzen.

Töpferwaren

Die Notwendigkeit, Nahrung und Getränke gut zu verwahren, hat eine reiche Gefäßkunst entstehen lassen. Zur Herstellung von Tonformen wird keine Drehscheibe benutzt, und nur die Frauen töpfern. Der Ton wird zunächst in langen Windungen gerollt, dann zur gewünschten Form aufgebaut. Mit einem Stück einer harten Fruchtschale wird die innere Form geglättet. Danach wird das Gefäß angetrocknet, die Außenwand bearbeitet und bemalt und das Ganze gebrannt. Noch warm vom Brennen werden die Gefäße mit Harz eingerieben und erhalten dadurch einen seidigen Glanz.

Töpferwaren

Die geometrische oder labyrinthähnliche Bemalung soll Flüsse, Wege oder den Kosmos symbolisieren und hat häufig eine religiöse Bedeutung. Diese „Irrgärten“ sollen zugleich den Inhalt der Gefäße vor dem Eindringen von bösen und gefährlichen Einflüssen schützen. Die Muster können auch Zeichen des jeweiligen Stammes enthalten.